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Krankenversicherung allgemein

In Deutschland existiert ein Sicherheitsnetz für bestimmte mit der Arbeitskraft in Zusammenhang stehender Risiken, so eben auch für den Bereich des Krankenversicherungsschutzes. Dieses Sicherheitsnetz ist grundsätzlich an zwei tragenden Pfeilern aufgehängt. Der eine Pfeiler ist das staatliche Sicherungssystem in Form der Sozialversicherung und der andere bietet die Möglichkeit einer privaten Absicherung in Form der Individualversicherung. Es existieren also zwei Systeme, deren Unterschiede gerade anhand der Betrachtung des Themenbereichs der Krankenversicherung besonders verdeutlicht werden können.

Wir möchten Ihnen daher einen kurzen Überblick in die Systematik der Krankenversicherung geben und Ihnen Entscheidungswege aufzeigen, die Ihnen dabei helfen die Vor- und Nachteile der beiden Systeme besser einschätzen zu können. Es sei jedoch bereits an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass die hier gegebenen Informationen kein qualifiziertes Beratungsgespräch ersetzen können. Eine persönliche Beratung sollte stets am Anfang des Entscheidungsprozesses stehen, nicht das sich die Wahl zu einer Qual entwickelt! Wir bieten Ihnen deshalb tatkräftige Unterstützung beispielsweise bei der Entscheidung „gesetzlich oder privat“, indem wir in Zusammenarbeit mit Ihnen eine Antwort auf die Fragestellung finden, in welchem der beiden Systeme Sie auf Grund Ihrer persönlichen Lebenssituation letztlich besser aufgehoben sind.

Die gesetzliche Krankenversicherung

Der älteste Zweig der Sozialversicherung in Deutschland ist die gesetzliche Krankenversicherung (GKV), welche ihren Ursprung im Gesetz über die Krankenversicherung der Arbeiter vom 15. Juni 1883 hat. Nach heutigem Verständnis hat die GKV als Solidargemeinschaft die Aufgabe, die Gesundheit der Versicherten zu erhalten, wiederherzustellen oder ihren Gesundheitszustand zu bessern (vgl. § 1 des fünften Sozialgesetzbuches).

Bei der GKV handelt es sich um ein Versicherungsverhältnis Kraft Gesetzes, da der Gesetzgeber einen bestimmten Personenkreis als besonders schutzbedürftig ansieht. So gehören dem gesetzlichen Krankenversicherungssystem, welches von verschiedenen Krankenkassenarten wie z. B. den Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) und den Betriebskrankenkassen (BKK) getragen wird, unter anderem folgender pflichtversicherter Personenkreis an:

  • Arbeitnehmer, es sei denn sie erfüllen gewisse Voraussetzungen und unterliegen dann nicht mehr der Versicherungspflicht
  • Bezieher von Leistungen nach dem Arbeitsförderungsrecht
  • Behinderte Menschen
  • Studenten
  • Rentner

Zur Zeit sind rund 90% der Bevölkerung in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert, dies entspricht in Zahlen ausgedrückt etwa 70 Mio. Mitgliedern, wobei 50 Mio. Menschen diesen Zweig der Krankenversicherung aktiv finanzieren und ca. 20 Mio. Menschen im Rahmen der so genannten Familienversicherung beitragsfrei mitversichert sind. Dabei wird unter anderem durch die Familienversicherung, also der beitragsfreien Mitversicherung von selbst nicht versicherungspflichtigen Familienangehörigen, dem Sozialversicherungsgedanken Rechnung getragen. Denn die GKV entspricht dem Prinzip des sozialen Ausgleichs, so findet beispielsweise ein Ausgleich zwischen besser und schlechter verdienenden Versicherten statt und Alleinstehende leisten einen Beitrag zur Finanzierung des Krankenversicherungsschutzes von Familien. Somit kommt es in der GKV einzig und allein auf die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Versicherten - also auf dessen Einkommen - und nicht auf dessen Gesundheitszustand, Beruf und Alter an.

Die Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung erfolgt durch die Beiträge der Versicherten, welche grundsätzlich paritätisch von Arbeitgeber und Arbeitnehmer getragen werden. Dabei kommt das Umlageverfahren zum Tragen, dies bedeutet die vereinnahmten Beiträge werden zeitgleich zur Deckung der Kosten verwendet. Der Versicherte baut sich somit keinen „eigenen“ Krankenversicherungsschutz in dem Sinne auf, als das er für sich selbst eine Summe „ansparen“ würde. Des Weiteren werden keine so genannten Alterungsrückstellungen in der GKV gebildet. In der privaten Krankenversicherung sind Alterungsrückstellungen gesetzlich vorgeschrieben und werden dazu verwendet, den Versicherungsschutz mit zunehmendem Alter des Versicherten bezahlbar zu halten.

Die gesetzliche Krankenversicherung kommt für Krankheitskosten auf, welche ihren Mitgliedern und deren Familienangehörigen in Deutschland, teilweise auch im Ausland, entstehen. Dabei bilden die ärztliche und zahnärztliche Behandlung, die Arzneimittelversorgung und die Krankenhauspflege eindeutig die Schwerpunkte der Leistung. Die Leistungserbringung erfolgt regulär im Wege des so genannten Sachleistungsprinzips. Der Versicherte erhält also eine Naturalleistung im Krankheitsfall für die er nicht in Vorleistung zu treten hat. Erbrachte Leistungen werden somit direkt mit der Krankenkasse abgerechnet. Das Sachleistungsprinzip verpflichtet die Krankenkassen, eine ausreichende, zweckmäßige und wirtschaftliche Versorgung unter Berücksichtigung des medizinischen Fortschritts sicherzustellen.

Die private Krankenversicherung

Im Gegensatz zur Sozialversicherung, wird die Individualversicherung von der Versicherungswirtschaft getragen und bietet in vielen Bereichen eine sinnvolle Ergänzung zu dem staatlichen System. Es handelt sich bei dem Thema Individualversicherung also um Versicherungsverträge privatrechtlichen Inhalts, welche dem Äquivalenzprinzip zugeordnet werden müssen. Bei diesem Prinzip stehen – anders als das Prinzip des sozialen Ausgleichs in der Sozialversicherung -  Leistung und Gegenleistung in einem bestimmten Verhältnis zueinander. So bemisst sich beispielsweise der Beitrag für eine private Krankenversicherung (PKV) nach der vereinbarten Leistung, also dem zu Grunde liegenden Tarif, nach dem Alter des Versicherten und nach dessen Gesundheitszustand.

Falls Sie sich für eine private Krankenversicherung interessieren, so stellt sich zwangsläufig die Frage nach der „richtigen“ Gesellschaft. Aber welche Entscheidungskriterien sind sinnvoll? Welcher Tarif und welche Gesellschaft sind für Ihren individuellen Bedarf richtig?

Die Angebotsvielfalt ist für viele Verbraucher kaum noch zu überschauen. Transparenz zu Preis und Leistung zu schaffen ist eine unserer zentralen Aufgaben. Noch wichtiger sehen wir die Aufgabe an, die Kriterien zu berücksichtigen, die zu einer langfristig tragbaren Beitragsentwicklung führen. Die finanzielle Ausstattung eines privaten Krankenversicherers, solide Geschäfts- und Tarifpolitik sind dabei zentrale Themen.

Die PKV gliedert sich in vier Bereiche, gewinnen Sie hier einen ersten Überblick über die Bausteine und Möglichkeiten einer privaten Krankenversicherung:

Bitte bedenken Sie, dass diese Informationen auf keinen Fall ein qualifiziertes Beratungsgespräch ersetzen. Sie dienen vielmehr dem besseren allgemeinen Verständnis dieser anspruchsvollen Thematik. Nutzen Sie unsere Kompetenz und langjährige Erfahrung.

Sorgen Sie selbst für Ihre Gesundheit – Wir helfen Ihnen gerne mit Ihrem individuellen Lösungsvorschlag!